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Geschichte

Der Burschenverein wird 1746 das erste Mal aktenkundig erwähnt. Allerdings ist über seine Gründung nicht viel bekannt. Vier verschiedene Indizien können als Gründungsgrund für den Burschenverein in Frage kommen. 

Das erste Indiz ist das der Bruderschaft. Die Gründungszeit der Bruderschaften reicht bis weit ins Mittelalter. Der Burschenverein könnte daher ein Überbleibsel einer solchen Vereinigung sein, was eine noch frühere Gründung vermuten ließe.

In eine ähnlich frühe Zeit reicht das Schützenindiz. Hierbei wird auf Grund der alten Landknechtstrommel vermutet, dass der Burschenverein das Relikt einer alten Schützengilde ist. Schützengilden reichen ebenfalls bis ins späte Mittelalter. Da in diesen Gilden meist in Männer und Burschen unterschieden wurde, könnte eine solche Unterteilung ebenfalls der Gründungsgrund des heutigen Burschenvereins sein.

Eine völlig andere Fährte ist die des Schauspiels. Der Burschenverein hat in seiner Geschichte schon viele Schauspiele aufgeführt und letztlich ist die Freilichtbühne aus dem Burschenverein entstanden. 1588 wird das erste Mal eine solche „Comoedia“ erwähnt, bei der ein Theaterstück von Jungen und Burschen aufgeführt wurde. Dies könnte somit der älteste Ursprung sein.

Eine weitere Spur ist das Indiz des Kreuzwegs. In den Büchern des Burschenvereins ist notiert, dass der Verein in den 1760er Jahren beim Ausbau des Kreuzwegs tatkräftig mitgeholfen hat. Es ist daher möglich, dass der Verein bereits 1739 bestand, als der erste Kreuzweg in Hallenberg eingeweiht wurde.

Zusammenfassend ist eine Existenz des Burschenvereins vor 1746 nicht belegbar, allerdings gibt es viele Indizien, die dafür sprechen, dass der Verein lange vor dem Jahr 1746 gegründet wurde.

Die Pflege der alten Bräuche gehörte damals, wie heute, zu den wichtigsten Aufgaben der Burschen. Später kamen vermehrt religiöse und kulturelle Inhalte hinzu. 
Inzwischen ist der Verein eine feste Größe im Jahreskalender der Stadt Hallenberg. 
Die Durchführung der Osternacht und der Bau des Osterfeuers liegt in seiner Hand. Bei Prozessionen gestaltet er den Altar am Petrusbrunnen. Aktionen wie z.B. das Neujahrskegeln, der Burschenkarneval und das Waldsportfest werden jährlich vom Burschenverein ausgerichtet.
Derzeitig befinden sich etwa 160 Burschen im Verein. Mit 15 Jahren kann ein Bursche in den Verein eintreten, durch Heirat scheidet er wieder aus.

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